Gerichtsgefängnis - 1963

Alte Celler Heerstraße an der Gefängnismauer. Foto von Hans Bernhardt.

Das Mahnmal wurde vom Hannoveraner Künstler Hans-Jürgen Breuste geschaffen. Dieser wurde einige Jahre nach der Ausübung seines Berufs als Maurer künstlerisch aktiv. Im Laufe seines Lebens bekam Breuste diverse Auszeichnungen. Er erhielt von der Hochschule für Bildende Künste in Münster, von der Fachhochschule Hannover und von der Internationalen Sommerakademie für Bildende Kunst in Salzburg Lehraufträge. Auch schuf er unter anderem das Mahnmal am ehemaligen KZ Hannover-Stöcken.

Gerichtsgefängnis - 1875

Leonhardtstraße, Zellengefängnis, (später Straf- und Gerichtsgefängnis).

Einst lag hier auf freier Wiese vor den Stadttoren Hannovers das „Königliche Zellengefängnis“. Architekt des 1875 fertiggestellten Gebäudes war Geheimer Baurat Eduard Schuster.

Gerichtsgefängnis - 1917

Luftaufnahme. Raschplatz, Alte Celler Heerstraße, Gerichtsgefängnis, Justizpalast, Leonhardtstraße. Foto aus Fotoalbum „Fliegerabteilung“.

Bis Anfang des 20. Jahrhunderts wurde das Gebäude im Rundbogenstil mehrfach erweitert, sodass bis zu 800 Häftlinge hier einsitzen konnten. Auch die Stadt Hannover war über die Jahrzehnte weiter gewachsen. Um das Gefängnis herum hatte sich ein dicht bebautes Stadtviertel gebildet.

Gerichtsgefängnis - 1930

Straf- und Gerichtsgefängnis, Blick auf Haus IV.

Zeitzeugen haben über das Gefängnis und seine Umgebung wenig Positives zu sagen. So wurden das Stadtviertel und das damals so genannte „Zuchthaus“ von Theodor Lessing unter anderem als „trostlose, tote, seelenlose Steinwüste“ beschrieben.

Gerichtsgefängnis - 1930

Straf- und Gerichtsgefängnis, Blick auf Haus III.

Mit Machtergreifung der NSDAP wurden zahlreiche Gegner und Gegnerinnen des Nationalsozialismus wegen ihrer politischen Meinung im Gerichtsgefängnis inhaftiert. Politische Gegner der Nazis waren zum Beispiel Sozialdemokraten, Kommunisten, Gewerkschaftler und Mitglieder der hannoverschen Sozialistischen Front. Im Laufe des zweiten Weltkriegs wurden auch Zwangsarbeiter hier gefangen gehalten.

Gerichtsgefängnis - 1930

Straf- und Gerichtsgefängnis, Innenansicht, Zentrale der Hauptanstalt.

Nicht nur politische Gegner der Nationalsozialisten, sondern auch verfolgte Minderheiten wie Zeugen Jehovas, Sinti und Roma und homosexuelle Menschen wurden gefangen genommen. Diese Menschen entsprachen nicht Hitlers Vorstellung der „arischen Rasse“, weswegen viele von ihnen grausam in Gefängnissen und Konzentrationslagern inhaftiert und getötet wurden.

Gerichtsgefängnis - 1939

Ausschnitt Deutsche Grundkarte (1: 5000), Lageplan Gerichtsgefängnis.

Einige der zwischen 1933 und 1945 Inhaftieren sind bis heute als namhafte Widerstandskämpfer bekannt. So saßen hier unter anderem Otto Brenner, ein bekannter Politiker, engagierter Gewerkschaftler, nach Kriegsende 20 Jahre lang Vorsitzender der IG Metall. Auch der Vorsitzende der KPD, Ernst Thälmann, saß in diesem Gefängnis in Einzelhaft, bevor er 1944 hingerichtet wurde.

Gerichtsgefängnis - 1963

Hannover-Oststadt und Mitte, Blick vom Fernmeldeturm.

Das Gefängnisgebäude überstand den Krieg und wurde schließlich 1965 komplett abgerissen. Der Platz erfuhr eine komplette Neugestaltung, unter anderem mit einer bunt gestrichenen Bibliothek und einem großen Brunnen. 1989 war die Errichtung des Mahnmals zum Gedenken an die Gräueltaten, die in dem Gefängnis stattgefunden hatten.

Gerichtsgefängnis - 1963

Alte Celler Heerstraße an der Gefängnismauer. Foto von Hans Bernhardt.

Das Mahnmal wurde vom Hannoveraner Künstler Hans-Jürgen Breuste geschaffen. Dieser wurde einige Jahre nach der Ausübung seines Berufs als Maurer künstlerisch aktiv. Im Laufe seines Lebens bekam Breuste diverse Auszeichnungen. Er erhielt von der Hochschule für Bildende Künste in Münster, von der Fachhochschule Hannover und von der Internationalen Sommerakademie für Bildende Kunst in Salzburg Lehraufträge. Auch schuf er unter anderem das Mahnmal am ehemaligen KZ Hannover-Stöcken.

Gerichtsgefängnis - 1875

Leonhardtstraße, Zellengefängnis, (später Straf- und Gerichtsgefängnis).

Einst lag hier auf freier Wiese vor den Stadttoren Hannovers das „Königliche Zellengefängnis“. Architekt des 1875 fertiggestellten Gebäudes war Geheimer Baurat Eduard Schuster.